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Der S.A.R.- Rescue Timer
Diese Uhr wurde in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) entwickelt. Die Spezialuhr entspricht den Erfordernissen der Besatzungen von Seenotkreuzern. 56 S.A.R.-Rescue Timer befinden sich zurzeit zur Langzeiterprobung an Bord der Seenotkreuzer. Die Uhr gehört zu den robustesten mechanischen Armbanduhren überhaupt: 1.000 Meter Tiefe wasserdicht, extrem stabiles Gehäuse, Armband aus Kautschuk, 4mm dickes Saphirglas mit innen eingeschliffener Datumslupe und extrem gute und lange Nachtablesbarkeit durch spezielle Leuchtindizes – so lauten die beeindruckenden Fakten. Eine bewegte Vergangenheit Vor mehr als 130 Jahren hatte Glashütte einen weit reichenden Ruf als Uhrenstadt, verbunden mit so klangvollen Namen wie Ferdinand Adolph Lange, Julius Assmann oder Johannes Dürrstein. Bevor perfekte Uhrentechnik entstand, musste die Produktion einer solchen präzise vermessen werden. Seit 1869 belieferte Robert Mühle dazu die heimische Industrie und die Uhrmacherschule zum Beispiel mit Geräten zur Bestimmung von Zahnraddicken. Neben diesen Messinstrumenten für die Uhrmacher produzierte Mühle damals auch Drehzahlmesser und Mengendurchfluss-Messgeräte sowie später auch Autouhren und Tachometer – z.B. für „Horch” in den 30-er Jahren. Nach dem 2. Weltkrieg demontierte die sowjetische Besatzungsmacht große Teile der Glashütter Anlagen. Auch bei Mühle wurde enteignet und demontiert. Den verbleibenden Rest gliederte man als „Messtechnik Glashütte” den Zeiss-Werken in Jena an. 1956 gingen diese Teile der Fabrikation im Volkseigenen Uhrenbetrieb (VEB GUB) auf. Um dennoch weiterhin selbständig arbeiten zu können, eröffnete Hans Mühle, Enkel des Firmengründers, im Dezember 1945 eine eigene Firma. Es ging wieder um Messtechnik. 1970 übernahm Hans-Jürgen Mühle (s. Bild rechts) nach dem Tod seines Vaters die Firma – immerhin einen Betrieb mit 60 Mitarbeitern. Bereits zwei Jahre später endete die Selbständigkeit wieder – die DDR-Führung enteignete Mühle und wandelte seinen Betrieb um in „VEB Feinmechanik Glashütte”. 1980 wurde er zusammengefasst in „VEB Glashütter Uhrenbetriebe”. Nach der Wende wickelte Hans-Jürgen Mühle mit Kollegen 1990 die VEB GUB ab. 1994 gründete er die dritte Firma mit dem Namen Mühle: „Mühle Glashütte GmbH Nautische Instrumente & Feinmechanik”. Seit dem Start werden Schiffs-Chronometer mit Quarztechnik und Schiffsuhren-Anlagen gebaut. 1996 entstand die erste eigene Armbanduhr. Inzwischen stellt Mühle Nautische Instrumente in Glashütte pro Jahr mit 27 Mitarbeitern rund 15.000 Armbanduhren her. Von Menschen und Maschinen Es sind erst die Menschen, die aus vielen Einzelteilen Uhren entstehen lassen. Ihrem handwerklichen Können sind Zeitmess-Instrumente von höchster Qualität zu verdanken. Doch jeder Uhrmacher in Glashütte, der sich mit größter Sorgfalt bei seiner Arbeit im Dienst des anspruchsvollen Kunden verpflichtet, ist auf moderne Technik zur Unterstützung seines Handwerks angewiesen. So besteht der Maschinenpark im Hause Mühle aus einem „gesunden Mix” von zuverlässigen Veteranen und modernster High-Tech-Elektronik, mit dessen Hilfe spezielle Einzelteile oder Werkzeuge hergestellt werden. Das Prunkstück des Maschinenparks ist eine CNC-Maschine der neuesten Generation. Das CNC-Bearbeitungszentrum setzt dabei automatisch bis zu 64 Werkzeuge ein. Zur Zeit produziert diese Maschine den speziell konstruierten Aufzugsrotor für Mühle Automatikuhren. |
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